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Rechtslexikon

Arbeitszeugnis

Ein Arbeitszeugnis ist eine schriftliche Beurteilung der Tätigkeit und des Verhaltens eines Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber. Es gibt Zwischenzeugnisse während des Arbeitsverhältnisses und Endzeugnisse bei dessen Ende. Der Anspruch auf ein Zeugnis richtet sich nach der Gewerbeordnung.

Arbeitszeugnis
Kurzantwort

Ein Arbeitszeugnis ist eine schriftliche Beurteilung von Tätigkeit und Leistung durch den Arbeitgeber. Es gibt Zwischenzeugnisse während des Arbeitsverhältnisses und Endzeugnisse bei dessen Ende. Der Zeugnisanspruch ergibt sich aus der Gewerbeordnung. Das Ende des Arbeitsverhältnisses richtet sich nach § 622 BGB, etwa mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit. Stand der Angaben: Abruf 21.10.2026.

Was bedeutet Arbeitszeugnis genau?

Ein Arbeitszeugnis fasst zusammen, welche Aufgaben ein Arbeitnehmer hatte und wie er sie erledigt hat. Es enthält eine Leistungsbeurteilung und eine Verhaltensbeurteilung. Das Zeugnis soll wohlwollend formuliert sein und zugleich der Wahrheit entsprechen.

Die Form ist in der Praxis festgelegt. Ein qualifiziertes Zeugnis enthält Aussagen zu Leistung und Verhalten, ein einfaches nur die Art und Dauer der Tätigkeit. Die Schlussformel endet meist mit guten Wünschen für die Zukunft.

Wodurch unterscheidet sich das Arbeitszeugnis von der Arbeitsbescheinigung?

Das Arbeitszeugnis beurteilt die Leistung und das Verhalten des Arbeitnehmers. Die Arbeitsbescheinigung dokumentiert dagegen Beschäftigungszeiten und Entgelt für die Agentur für Arbeit. Beide Dokumente haben unterschiedliche Zwecke und Empfänger.

Die Arbeitsbescheinigung ist ein Pflichtdokument bei Arbeitslosigkeit. Das Arbeitszeugnis dient Bewerbungen und künftigen Arbeitgebern. Wer beide Dokumente benötigt, fordert sie getrennt an und prüft beide auf Vollständigkeit.

Welches Beispiel zeigt das Ende des Arbeitsverhältnisses als Zeugnisdatum?

Endet ein Arbeitsverhältnis durch Kündigung des Arbeitgebers nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit, beträgt die Frist einen Monat zum Ende eines Kalendermonats, etwa zum 31. März. Das Endzeugnis bezieht sich auf dieses Enddatum.

Quelle: gesetze-im-internet.de, BGB § 622 Absatz 2 Nummer 1, Abruf und Stand 21.10.2026.

Welche Begriffe gehören zum Arbeitszeugnis?

  • Endzeugnis wird bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgestellt.
  • Zwischenzeugnis wird während des laufenden Arbeitsverhältnisses erteilt.
  • Leistungsbeurteilung bewertet Arbeitsergebnisse und fachliche Fähigkeiten.
  • Verhaltensbeurteilung beschreibt Auftreten und Umgang mit Kollegen und Kunden.
  • Schlussformel beendet das Zeugnis mit Dank und guten Wünschen.

Häufige Fragen zum Arbeitszeugnis

Habe ich Anspruch auf ein Zeugnis?

Der Zeugnisanspruch gehört zu den Pflichten des Arbeitgebers. Die Rechtsgrundlage steht in der Gewerbeordnung. Ob ein qualifiziertes Zeugnis verlangt werden kann, prüft im Einzelfall eine Anwaltskanzlei.

Was passiert bei einem schlechten Zeugnis?

Sie können eine Korrektur verlangen, wenn Formulierungen den Anforderungen nicht entsprechen. Die Maßstäbe für Wohlwollen und Wahrheit sind im Einzelfall zu prüfen. Eine Gewerkschaft oder eine Anwaltskanzlei hilft bei der Bewertung.

Wann muss das Endzeugnis vorliegen?

Das Gesetz legt keinen festen Tag fest. Das Zeugnis wird üblicherweise zum Ende des Arbeitsverhältnisses erteilt. Fordern Sie es rechtzeitig an, damit Sie es für Bewerbungen nutzen können.

Weiterlesen: Arbeitsrecht: Kündigung, Probezeit und Rechte im Job, Aufhebungsvertrag und Kündigungsfristen im Arbeitsrecht: Was für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gilt.

Hinweis

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Zu Form und Inhalt eines Zeugnisses gibt dieses Portal keinen Paragraphen wieder. Bei einem Streit um Form oder Inhalt wenden Sie sich an eine Anwaltskanzlei oder eine Gewerkschaft.

Häufige Fragen

Habe ich Anspruch auf ein Zeugnis?

Der Zeugnisanspruch gehört zu den Pflichten des Arbeitgebers. Die Rechtsgrundlage steht in der Gewerbeordnung. Ob ein qualifiziertes Zeugnis verlangt werden kann, prüft im Einzelfall eine Anwaltskanzlei.

Was passiert bei einem schlechten Zeugnis?

Sie können eine Korrektur verlangen, wenn Formulierungen den Anforderungen nicht entsprechen. Die Maßstäbe für Wohlwollen und Wahrheit sind im Einzelfall zu prüfen. Eine Gewerkschaft oder eine Anwaltskanzlei hilft bei der Bewertung.

Wann muss das Endzeugnis vorliegen?

Das Gesetz legt keinen festen Tag fest. Das Zeugnis wird üblicherweise zum Ende des Arbeitsverhältnisses erteilt. Fordern Sie es rechtzeitig an, damit Sie es für Bewerbungen nutzen können.

Hinweis

Allgemeine Rechtsinformation, keine Rechtsberatung. Wir prüfen keine Einzelfälle und vertreten niemanden. Gesetzestexte: amtliche Fassung auf gesetze-im-internet.de, Stand der jeweiligen Seite beachten. Bei konkreten Fragen wenden Sie sich an eine Anwaltskanzlei oder eine Beratungsstelle.

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